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    Dekanatstermine

Die Kirche bleibt im Dorf

 

Eine bemerkenswerte Resonanz fanden die Informationsabende zum Thema „Pfarreien der Zukunft“ in der Pfarreiengemeinschaft Remagen. Die Bistumsleitung plant, ab 2020 den Synodenbeschluss über die Restrukturierung umzusetzen und die Gemeinden in 35 Pfarreien zu strukturieren. Die Remagener werden dann Teil einer Seelsorgeeinheit, die von Rolandswerth bis Brohl-Lützing, von Maria Laach bis Rieden, von Hohenleimbach bis Königsfeld erstreckt. Der vorläufige Name: „Pfarrei Sinzig“ passt nicht so recht, denn der kirchenrechtliche Begriff „Pfarrei“ wird völlig neu definiert. Denn es geht bei dem neuen Zuschnitt weniger um „Großes“, „XXL-“ oder „Maxi-Pfarreien“, sondern viel mehr um „Neues“.

Dekanatsreferent Wolfgang Henn führte die zahlreichen Interessenten durch die dreiteilige Kommunikationsveranstaltung. Im „Rückblick“ skizzierte er die wichtigsten Ergebnisse und Beschlüsse der Trierer Bistumssynode und nannte die von den Synodalen erarbeiteten Beweggründe für die Konzeption der neuen Raumgliederung, bei der nicht nur der Priestermangel und die schwindende Zahl der Gläubigen eine Rolle spielten.

Im zweiten thematischen Abschnitt zeichnete der Referent ein vielschichtiges Bild der Struktur, die das christliche Leben besser unterstützen soll. „Die Kirche bleibt im Dorf“ – denn das Leben findet weiterhin vor Ort statt - in den weit über 800 dann früheren Pfarreien und an unzählbar vielen anderen "Orten von Kirche“, die es zum Teil neu zu entdecken gilt. Es wird zwar einen „Pfarrort“ geben, in dem die Verwaltung gebündelt wird. Das heißt aber nicht, dass nur dort die Gottesdienste gefeiert werden. Das Profil der Pfarreien neuen Zuschnitts zeichnet sich durch Netzwerke mit Themenzentren, geistliche Gemeinschaften und anderen «Knotenpunkten» aus, die es bereits gibt, oder die entstehen können. Viel hängt künftig davon ab, dass engagierte Christen der Kirche vor Ort ein sympathisches „Gesicht“ geben.

Der abschließende Teil diente der Resonanz. In dem lebhaften Dialog gab es sowohl Zustimmung, als auch Bedenken. Pfarrer Klupsch ermutigte die Teilnehmer, sich offen zu der Konzeption zu äußern. Bischof Stephan nehme die Ängste und Bedenken der Menschen sehr ernst. Daher wurden alle Resonanzkarten gesammelt. Sie werden in einem Dokument erfasst und der Bistumsleitung übersandt. Wolfgang Henn verwies außerdem auf weitere Informationsveranstaltungen, bei denen auch der Bischof sich den Fragen stellt. Außerdem haben Interessierte die Möglichkeit, mit einem Resonanzfragebogen der auf der Internetseite des Bistums zur Verfügung steht, ihre Meinung kundzutun.

Die Veranstaltungen schlossen mit dem Synoden-Gebet aller Teilnehmer. Und dann gab es Applaus für Wolfgang Henn und das Helferteam für die den interessanten Abend, der das „Umkrempeln des Bistums“ aus vielen Perspektiven beleuchtet hatte. (Hans Kortmann)