Maria durch ein Dornwald ging

 

Weggottesdienst Advent 2014 02

Mit fast allen Sinnen lernten die Kommunionkinder im adventlichen Weggottesdienst das erstmals 1608 im Andernacher Gesangbuch abgedruckte Lied: "Maria durch ein Dornwald ging" zu verstehen.

 

Mädchen und Jungen hatten sich mit ihren Eltern und ihrer Gemeindereferentin Anita Schneider in der alten Remagener Kirche um einen gesteckten Dornbusch versammelt. Schnell übersetzten die Kinder die Symbolik der Dornen in reale Lebenssituationen, die für sie schwierig und schmerzhaft sind. Zank und Streit sind für die Kleinen ebenso dornig, wie das Ausschließen eines Mitschülers beim Spielen. Sehr kreativ waren die Kids als es darum ging, wie aus den Dornen duftende Rosen erblühen konnten. So kann das Mitspielen lassen eines Kindes die Dornen in eine ansehnliche Rose verwandeln, ebenso wie die Beendigung von Streit und Zankereien. Das wurde auch am stilisierten Dornbusch sichtbar, der nun viele weiße Rosen trug. Wer aus Dornen Rosen macht, der verwandelt die Welt. Das konnte die kleine Gemeinde auch riechen, denn jede(r) bekam von Frau Schneider einen Tropfen feinstes Rosenöl auf die Hände und aus dem faden Geruch der Dornen wurde ein kraftvoller Wohlgeruch aus Kerzen- und Rosenduft. Christa Statetzni erzählte den aufmerksamen kleinen und großen Zuhörern die Geschichte von Maria, die sich eines Tages über das Bergland aufmachte zu ihrer Cousine Elisabeth. Maria sucht die Nähe der ebenfalls schwangeren Elisabeth, so wie sich wohl alle Frauen austauschen, wenn sie ein Baby bekommen. Elisabeth begreift, was mit Maria los ist, dass sie den Erlöser unter ihrem Herzen trägt.

Zwischen den Texten und Aktionen sangen die Gottesdiensteilnehmer/-innen: "Maria durch ein Dornwald ging", das die Geschehnisse rund um die Verwandlung von Dornen in Rosen aufgriff.

In den frei von den Kindern formulierten Fürbitten brachten sie ihre Wünsche vor Gott. Die Kinder kommen gerne zu diesen speziell für sie gestalteten Weggottesdiensten. Sie bekommen Rollen und Aufgaben, damit sie in das Geschehen einbezogen sind. (Hans Kortmann)