Warst Du dabei Gott?

Jahresabschluss in der Pfarreigemeinschaft Remagen

silvester2014 02In St. Remigius (Unkelbach) und St. Johannes Nepomuk (Kripp) feierten die Christen der Pfarreiengemeinschaft Remagen am Silvesterabend den Jahresabschluss mit festlichen Gottesdiensten.

Im Jahresrückblick auf die Ereignisse in 2014 fragte Pastor Frank Klupsch, der die Messe in Kripp feierte, „Warst Du dabei, Gott?“ Bei den Naturkatastrophen, in den über 400 Konflikten und 20 Kriegen, bei dem Elend der über 50 Millionen Flüchtlinge, den missbrauchten und misshandelten Kindern? Aber auch in den Sorgen und Nöten jedes Einzelnen und der Remagener Pfarreien?

Ja, Gott war bei all diesen Ereignissen dabei, stellte der Pfarrer fest. Denn bei vielen Ereignissen tragen Menschen die Verantwortung. Dennoch bleibe ein Rest von Unglück und Elend in dieser Welt, das offensichtlich kein Mensch verschuldet habe: unheilbare Krankheit und Naturkatastrophen. Es sei gut zu wissen, dass nicht etwa Gott Leiden schicke, sondern dass er als der Mitleidende in solchen Tiefen bei uns sei. Gott habe den Menschen Verstand und die Fähigkeit zum ethischen Urteil und Handeln gegeben. Viele Menschen in den Remagener Pfarrgemeinden setzten ihre Fähigkeiten für eine bessere Welt, ein friedliches Miteinander und die Entwicklung der christlichen Gemeinschaft ein. Da seien zum Beispiel die Messdienerinnen und Messdiener, die ihre kostbare Freizeit opferten und treu ihren Dienst am Altar in den Gemeinden leisteten. Sie seien die Zukunft der Kirche, in deren Gemeindeleben sich viel verändert habe. Etwa bei den Jugendlichen, für die das Mitfeiern der Sonntagsgottesdienste nicht mehr selbstverständlich sei. Oder die Menschen, die im letzten Jahr aus der Kirche ausgetreten sind – das sei schmerzhaft für die Gemeinden und müsse hinterfragt werden. „Wir werden weniger und wir müssen uns den Veränderungen stellen“, sagte Pfarrer Klupsch.

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Trotz der anstehenden Aufgaben und absehbaren Entwicklungen, gehe er mit Zuversicht in das Neue Jahr 2015, denn Gott stehe dabei an unserer Seite.

Am Schluss der Hl. Messe knieten sich alle vor dem „Allerheiligsten“ nieder und der Pastor segnete die Gemeinde. Mit dem „Te Deum – Großer Gott wir loben dich“, endete die liturgische Feier.

(Hans Kortmann)