Vierzig Tage nach Weihnachten

Der 2. Februar war für die Menschen früherer Zeiten bedeutsam. Für die Bauern endete die Winterruhe und die Arbeit auf den Feldern begann. Viele Wetterregeln ranken sich rund um „Maria Lichtmess“, wie das Fest: Darstellung des Herrn immer noch volkstümlich genannt wird. Von den Traditionen ist in unserer Zeit nicht viel erhalten. Dennoch feierten die Remagener Christen in allen Pfarreien einen festlichen Gottesdienst. Vierzig Tage nach Weihnachten erinnert das Fest nochmals an die Geburt Jesu. Kerzen, die nach dem Evangelium gesegnet wurden, spielen in der Liturgie eine Rolle – sie erinnern an Christus, das wahre Licht. Die Menschen brauchen diese Rückschau auf Weihnachten, um das Geheimnis besser zu verstehen, meinte Pfarrer Hensel in der Predigt. Vierzig Tage seien eine gute Zeit der Vorbereitung und der Nachbereitung.

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Am Ende der Messe wurde der Blasiussegen gespendet. Der Priester hält bei dem Segen zwei gekreuzte Kerzen und spricht: „Durch die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius befreie und bewahre Dich der Herr von allem Übel des Halses und jedem anderen Übel." Pfarrer Gerhard Hensel sagte, die zwei Kerzen seien auch ein Zeichen des eigenen Lichtes und des Lichtes, was unser Nächster ausstrahlt und forderte die Gläubigen auf: „Tut euch zusammen, damit die Welt heller wird.“ Schließlich seien die Kerzen des Lichtmesstages und des Blasiussegen eine Gewähr, dass den Menschen auch in den dunkelsten Stunden und am Ende immer noch ein Licht leuchte.

(Hans Kortmann)