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Bild und Bibel am Reformationstag

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Friedenskirche feierten Remagener Christen den Reformationstag. Auch Frauen und Männer, die von Flensburg aus auf dem Pilgerweg für Klimagerechtigkeit nach Paris unterwegs sind und hier am Rhein Station machten, beteiligten sich am Lob Gottes in dieser festlichen Stunde.

In der Reformationsdekade 2015 geht es um das Thema "Bild und Bibel". Deshalb stand ein Gemälde im Mittelpunkt der gottesdienstlichen Verkündigung: Rembrandt van Rijns "Die Rückkehr des verlorenen Sohnes”. Das imposante Original kann in der Sankt Petersburger Eremitage bewundert werden.

In seiner Predigt deutete Pfarrer Frank Klupsch das Gemälde, dessen Sujet dem Gleichnis vom verlorenen Sohn im Lukas-Evangelium entnommen ist.
Es erzählt von dem leichtsinnigen Sohn, der sein Vaterhaus verlassen und ein sündhaftes Leben geführt hat, und nach schweren Prüfungen nach Hause wiederkehrt.
Evangelium und Bild sprechen von Gottes Liebe, Güte und Barmherzigkeit. Aber auch von Gottes Gerechtigkeit die menschliche Wertvorstellungen übersteigt.

Die Gebete von Pfarrerin Elisabeth Reuter und des Pfarrers der Credogemeinde, Jürgen Tibusek, Psalmen, Orgelklänge und moderne Kirchenlieder gaben dem Reformationstag einen würdigen Rahmen und den Christen Impulse für den Dialog mit Gott, der Mutter und Vater ist.

Prof. Dr. Peter Ockenfels trug die Bitten der Gemeinde um die Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Wohlergehen vor.

“Komm Herr und segne uns”, sangen alle zum Schluss und bevor sie sich im Gemeindehaus versammelten. Dort wurde Suppe serviert, die nicht nur den hungrigen Pilgern gut schmeckte. Eva Hecht und viele fleißige Helfer und Spender hatten sich um Speis und Trank engagiert gekümmert. Dank der Gastfreundschaft vieler Gemeindemitglieder und der Koordination von Frau Schwarz, fanden alle Pilger ein Nachtquartier.

Gemütlich ging es zu an diesem Vorabend des Allerheiligentages - völlig unbeeindruckt von den Geistern und Gruselgestalten, die inzwischen an “All Hallows Eve” durch die Straßen der Stadt zogen. Und rund um die Friedenskirche gab es weder “Süßes” noch “Saures”, sondern “Deftiges” und “Süffiges”, nette Begegnungen und spannende Gespräche.

Hans Kortmann