allerheiligen 2015 02 kompr

 Allerheiligen und der kleine Weg der Liebe

Allerheiligen sei ein lichter und heller Tag, sagte Pfarrer Klupsch in seiner Predigt, die in diesem Jahr den “kleinen” Heiligen gewidmet war. Menschen, die im Stillen versuchten, nach Gottes Wort zu Leben. Sie seien wie “funkelnde Sterne”, die uns auf dem Weg leuchteten.

 

Oft sind es nicht die großen Taten, die zur Heiligkeit führen. So sah Therese von Lisieux ihren Lebensweg als einen Weg der Hingabe an Gott und die Mitmenschen, die sich gerade in den kleinen Gesten des Alltags äußere. Sie nannte das ihren „kleiner Weg der Liebe”.

Das Evangelium von den Seligpreisungen, das an Allerheiligen verkündet wird, enthalte das gesamte Programm für ein Leben, das Gott gefalle. Pastor Klupsch erinnerte daran, dass selbst Nichtchristen wie Mahatma Gandhi darin Wegweisungen für ein erfülltes Dasein auf Erden sahen.

Der festliche Gottesdienst in der Remagener Pfarrkiche wurde von einer Choralschola mitgestaltet, die unter der Leitung von Hajo Braun den gregorianischen Introitus und das lateinische Ordinarium sangen. Es sei gut, dass die Kirche an Festtagen wie Allerheiligen den Reichtum der Liturgie aufbiete, meinte Pfarrer Klupsch in seinen Dankesworten an die Kirchenmusiker und alle Mitwirkenden.

Dass Allerheiligen eine Erinnerung an Ostern ist zeigt sich auch bei der traditionellen Gräbersegnung am Nachmittag. Das Besprengen der Gräber sei keine Magie, sondern eine Erinnerung daran, dass Gott an den Verstorbenen vollendet, was er in der Taufe begonnen hat, führte Frank Klupsch in St. Martin aus. So drücke das Totengedenken die bleibende Gemeinschaft der Lebenden und der Verstorbenen als Kinder Gottes aus.

Hans Kortmann