Die erste Kerze brennt

Feierliche Eröffnung des neuen Kirchenjahres

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Am Vorabend des ersten Advents eröffnete Pfarrer Frank Klupsch das neue Kirchenjahr mit einem Gottesdienst in St. Remigius. Die Unkelbacher Gemeinde erfreute sich an dem großen Adventskranz, der während der Feier gesegnet wurde und nun vier Wochen im Chor der Kirche über dem Altar hängt.

Nachdem die Sonne untergegangen und auch alle künstlichen Lichter erloschen waren, zog der Remagener Pfarrer mit den Messdienern in die Kirche ein. Vor dem Zelebrationsaltar lag ein großer grüner Kranz mit vier mächtigen Kerzen. Zehn Frauen hatten den Adventskranz während einer dreistündigen Gemeinschaftsaktion aus gespendeten Tannenzweigen gebunden. An den Seitenaltären legten die Kinder ihre kleinen Kränze nieder. Alle grünen Kränze, die mit ihren roten Kerzen Zeichen der Hoffnung und der Liebe Gottes sind, wurden gesegnet. Sobald die erste Kerze leuchtete, stieg der große Adventskranz hoch hinauf und fand seine Position über dem Altar.

Die Kinder in Unkelbach wussten weit mehr über den Advent, als manche Erwachsene, denen der Sinn dieser Vorbereitung auf die Ankunft des Gottessohnes nicht mehr bewusst ist. Im Dialog mit Frank Klupsch zählten die Kleinen traditionelle Symbole des Advents auf. Der Pastor bestärkte die Gemeinde, in den Wochen vor Weihnachten das Licht langsam mehr werden zu lassen. Step by Step - bis die volle Helligkeit auf den zeige, der uns unendlich liebe. Jesus sei in Bethlehem geboren, erinnerte ein Kind. Übersetzt bedeute dieser Ortsname “Haus des Brotes”, erklärte der Pfarrer. Der im Haus des Brotes Geborene sei auch heute noch bei uns in dem kleinen Stückchen Brot, das uns in die Hand gelegtwerde. Vor 2000 Jahren fand Jesus keinen Platz in der Herberge. Er sei im Dreck der Weltgeboren. Pastor Klupsch lenkte den Blick auf die vielen Menschen, die in einem der reichsten Länder der Erde eine Herberge suchten. Die Zeit des Advents sei die beste Gelegenheit, um Ernst zu machen mit dem Glauben und die Türen weit aufzureissen für Christus und damit vor allem für die “geringsten” Schwestern und Brüder.

Draußen vor der altehrwürdigen Kirche standen Alt und Jung bei einem Glas Punsch oder einer Tasse Kakao noch eine Weile zusammen. Spiritualität und Traditionen sind vielen Menschen in unserer Heimat weiterhin wertvoll.

Hans Kortmann