Liebet einander

mathiasfest1Die Remagener Katholiken feiern die Feste wie sie fallen. Auch an Werktagen. Mitten in der Woche wurde das Fest des Trierer Bistumspatrons Matthias feierlich begangen.

Am Vorabend zelebrierte Pfarrer Klupsch die Heilige Messe in der alten Kirche von St. Peter und Paul. Auch wenn die Gemeinde nicht sehr zahlreich versammmelt war, erfüllten den sakralen Raum die frohe Botschaft der heiligen Texte, Gebete und liturgische Gesänge. „Liebet einander, wie ich euch ...geliebt“, wurde im Evangelium des Tages verkündet. Der Aiftrag Jesu richte sich nicht nur an die Nachfolger der Apostel, die Bischöfe und die Priester, sondern an alle Getauften, erinnerte Frank Klupsch in einer kurzen Ansprache. In der Kirche werde viel zu viel von Strukturen, Konzepten und Plänen geredet. Die Liebesbotschaft Jesu sei der Kern des Christseins. In Matthias verehre die Trierer Kirche einen Heiligen, der ausgelost wurde. Sein Gegenkandidat habe den Beinamen Justus getragen – der Gerechte. Dieser Name deute darauf hin, dass er vielleicht der Geeignetere gewesen sei. Aber das Los sei auf Matthias gefallen, um die Schar der Apostel wieder zu vervollständigen. So sei es mit Gott. Er traue oft dem weniger Geeigneten etwas zu und erwähle ihn, damit er durch Gottes Hilfe wachse.
Die würdige Feier des Heiligen Matthias zeigte, dass auch mittern im Alltag Hochfeste ihren Platz haben und mit „erhobenen“ Herzen nicht minder feierlich begangen werden können. ‚Vor allem, da der Heilige Matthias auch in Remagen seit Jahrhunderten besonders verehrt wird, wovon nicht zuletzt die traditionelle Matthias-Bruderschaft zeugt.

Hans Kortmann

 

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