Der sinnvollste Gottesdienst

gruen201603Am Abend des Gründonnerstags versammelten sich zahlreiche Christen um die Altäre der Remagener Pfarreien und gedachten des letzten Abendmahles Jesu vor seinem Leiden.

Pfarrer Frank Klupsch bezeichnete den Gründonnerstagsgottesdienst als sinnvollste Messe des ganzen Kirchenjahres, denn in dieser Feier werde der Einsetzung des Altarssakraments und des Weihepriestertums gedacht. Nach altem Brauch, verstummten nach dem Gloria die Glocken und die Orgel. Bis zum Gloria in der Osternacht werden die Gesänge „a capella“ intoniert und die Messdiener nutzen Holzklappern. Ein sehr eindrucksvoller Gestus des Gottesdienstes war die Fußwaschung. Wie einst im Abendmahlssaal von Jerusalem, wurde dieses Zeichen der Demut und der Liebe an einigen Pfarrangehörigen, darunter auch eritreische Flüchtlinge und ein Afghane muslimischen Glaubens, vollzogen.

Nach der Messe, in der das Abendmahl unter beiden Gestalten, also Brot und Wein gereicht wurde, zog der Zelebrant mit dem liturgischen Dienst und und dem Speisekelch in einer stillen Prozession zur alten Kirche. Die Prozession symbolisierte den Gang Jesu zum Ölberg. In der alten Kirche hatten die Christen Gelegenheit zum stillen Gebet und zur Anbetung.

Mit dem eindrucksvollen Gottesdienst begann das Triduum sacrum – die drei österlichen Tage.

Hans Kortmann

 

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