Baugeschichte und Patrozinium

1899 begannen die Arbeiten zum Neubau der neugotischen Pfarrkirche St. Remigius zu Unkelbach nach Plänen des Bonner Architekten Johann Adam Rüppel. Der Neubau ersetzte eine zu klein gewordene Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Die neue Kirche wurde 1903 geweiht und ihrem Zweck übergeben. Eine der drei Glocken stammt vermutlich aus der Zeit um 1300. Diese Glocke zählt zu den ältesten im Bistum Trier.1967 musste Dachstuhl und Glockenturm renoviert werden. Zwischen 1997 und 1999 wurde der Innen- und Altarraum mit hohem Aufwand neu gestaltet.

 

Der Heilige Remigius wurde um 436 bei Laon (Frankreich) geboren, er starb vermutlich am 13. Januar 533 in Reims (Frankreich).

Schon mit 22 Jahren wurde Remigius zum Bischof von Reims ernannt. Fortan wirkte er unermüdlich für die Verbreitung des Glaubens unter den Heiden. Die Arianer versuchte er, von ihrem Irrglauben abzubringen. Die Gründungen der Diözesen Arras, Laon, Thérouanne und Tournai-Cambrai gehen auf den "Apostel der Franken" zurück.

Ein freundschaftliches Verhältnis pflegte Remigius zu König Chlodwig I. und dessen Frau Chlothilde. Gleich nach der Inthronisation des Regenten sandte der Bischof Glückwünsche und bat um eine gute Zusammenarbeit. Später erreichte er gemeinsam mit Chlothilde, dass sich der heidnische König zum Weihnachtsfest taufen ließ.

Remigius liegt begraben in der Kathedrale Saint Remi in Reims. Eine Besonderheit der Kirche ist die Lichtkrone im Dachgewölbe: Sie zählt 96 Öffnungen, eine für jedes Lebensjahr des Bischofs.

"Remigius" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Ruderer".

In der Kunst wird er meist als Bischof bei der Taufe des Königs, über ihm eine Taube mit Ölgefäß dargestellt.

Remigius ist auch der Patron Stadt und der Diözese Reims.