Pfarrblatt Oktober 2019

Das Pfarrblatt für Oktober 2019 als Download.

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitchristen,

Das Zeugnis von Missionaren aus dem 19. Jahrhundert, die sich, wie so viele andere auch, in die Welt aufgemacht haben, um den Menschen vor Ort unter allerlei Mühen und Anstrengungen Lebensqualität aus dem Evangelium motiviert zu bringen, ist bis heute beeindruckend. Sie alle sahen sich als Gesandte an Christi statt. Es ist dies aber kein in der Geschichtsschreibung verbliebenes Tun oder ein spezielles Fachleuten zugeschriebenes Aufgabengebiet. Nein, es ist von Anfang an ein Wesensmerkmal jeglicher christlichen Existenz. So dürfen auch wir uns von Gott in diesen Dienst nehmen lassen. Der Apostel Paulus hat dies zu Beginn seiner Tätigkeit in seinem zweiten Brief an die Korinther so formuliert: „Wir sind Gesandte an Christi statt“, das Leitmotiv des diesjährigen Weltmissionssonntages. Dieses unser Gesandtsein hat einen Grund und ein Ziel, ein Warum und ein Wofür. Jesus Christus, der gekreuzigt Auferstandene, ist der Grund der Sendung.

Die Erfahrung, das darin begründete Heilsgeschehen anderen zu ermöglichen, ist das Ziel der Sendung. Wir, die wir gesandt sind, dürfen unsere eigene Glaubenserfahrung, die in den persönlichen Begegnungen mit Jesus Christus ihr Fundament haben, mit anderen teilen. Das sind Lebenserfahrungen, die daher rühren, dass wir im Angesicht des Kreuzes leidvolle Momente im Leben bewältigen konnten, weil er unseren Weg mitging. Das sind Begegnungen, die wir in der Feier der Sakramente erleben dürfen und die uns stärken und befreien zu einem Leben, das aus der Hoffnung der Auferstehung lebt. Das heißt doch nichts anderes als: Richtet euch nicht zu bequem ein und zieht euch nicht zurück, sondern lasst euch senden. Er traut uns zu, dass wir dieses Zeugnis der Liebe Gottes, das er uns gegeben hat, zu den Menschen tragen, dass wir es mit ihnen verwirklichen. Nur Mut!

Ihr Pastor
Frank Klupsch